Firefox 3.6

Notiert am Samstag, 13. März 2010 @ 18:51

Heute habe ich ihn mir geholt, den Firefox 3.6. Dass er mehrere Sicherheitslücken schließt, ist ja nicht zu verachten, das absolute Highlight sind aber sage und schreibe 51072 Personas. Wer da nichts findet, um es sich im Browser heimelig einzurichten, ist zu faul zum Suchen. Sag ich mal so, denn in Wahrheit ist es sehr zeitaufwändig, sich einen Überblick zu verschaffen. Die ersten 100 von 1216 Seiten habe ich  mir heute mal zu Gemüte geführt und mich fürs Erste für Retro Chic entschieden. Ein bisserl kitschig, aber ich kann es ja jederzeit gegen etwas Anderes austauschen.

Wie ist es denn bei euch? Browst ihr standardmäßig oder brezelt ihr auf?

Hilflosigkeiten

Notiert am Samstag, 13. März 2010 @ 12:30

All zu viel ist ungesund – das hab ich gestern wieder einmal erkennen müssen, als ich mir den ganzen Tag lang die Neuigkeiten der letzten Tage via Online-Zeitungen reingezogen habe. Nach zehn Tagen in der Steiermark, in denen ich immer das Gefühl habe, das, was sich wirklich tut in der Welt, zu verpassen, brauch ich das einfach.

Diesmal hab ich aber tatsächlich Depressionen bekommen, bei all dem politischen Sumpf und anderen Grauslichkeiten, die die Medien verbreiten. Am Abend habe ich mich gefragt, ob die Methode der älteren Generation, einfach nimmer über den eigenen Tellerrand hinauszusehen, nicht die Bessere ist, denn ändern können wir eh nichts – zumindest nicht durch Wahlen oder Kirchenaustritte. Die da oben kochen ihr Süppchen, das wir dann auslöffeln dürfen indem wir auf der einen Seite brennen wie die Luster und auf der anderen Seite an unseren Wertvorstellungen verzweifeln. Jenen Wertvorstellungen, die gerade vom Klerus und Erziehern mit Füßen getreten werden. Gut geschlafen habe ich heute Nacht nicht – so hilfslos vorgekommen bin ich mir auch noch nie. Manchmal wünsche ich mir, das alles einfach ausblenden zu können oder es zumindest nicht an mich heranlassen zu müssen, aber das klappt nicht. Mir fehlt scheints zur Zeit das, was man die Leichtigkeit des Seins nennt….

Unnötig wie ein Kropf

Notiert am Donnerstag, 11. März 2010 @ 08:45

Nein! - Doch :-(

Nein! - Doch :-(

DAS hätte ja wirklich nimmer sein müssen! Ganz im Süden der Steiermark hat es ja gestern schon den ganzen Tag geschneit und die Fahrerei bis rauf nach Gleisdorf war eine einzige Rutschpartie. Am Abend fing es dann auch hier in GW gewaltig zu schneien an – das Resultat seht ihr nebenan. Momentan ist es zwar trocken von oben, aber es wird immer dunkler statt heller, also ist es nur eine Frage von Zeit, bis es wieder losgeht mit der Schneierei. Mir steht das Zeug schon bis zum Hals – metaphorisch gesprochen – denn anstatt schön gemütlich zuhause in Wien zu sitzen, bin ich noch immer in der St. Eiermark und werde jetzt, bevor Mütterchen auszuckt, die Schneeschaufel nehmen und erst einmal die vordere Einfahrt frei schaufeln. Und dann buddel ich den Fabsi aus und pack ein, was mit nach Wien muss, damit ich jederzeit startklar bin. I wü haaaaaam…..

Palmkätzchen

Notiert am Freitag, 5. März 2010 @ 18:56

Winterlinge

Winterlinge

Winterlinge und Frühlingsknotenblumen

Winterlinge und Frühlingsknotenblumen

Sonnenschein und blauer Himmel – und trotzdem war es schweinekalt. Es hat ordentlich gestürmt und die Frühlingsblümchen unter der alten Magnolie haben bestimmt ebenso gefroren wie ich. Gottlob habe ich noch meine alte, plüschige Winterjacke hier in der Steiermark liegen, denn nach zwei langen Tagen in der Arbeit war Frischlufttanken heute mehr als notwendig.

Meinen Auftrag, irgendwo auf weiter Flur Palmkätzen für Ostern zu schneiden, konnte ich leider nicht erfüllen. Man glaubt es ja kaum, aber es gibt hier weit und breit keine Kätzchenweiden. Nicht mal an den Schottergruben wachsen mehr welche und auch am Waldrand wurde ich nicht fündig, obwohl ich fast zwei Stunden herumgestreunt bin. Halb durchgefroren hab ich mich dann ins Auto gesetzt und einen Abstecher nach Fürstendeld gemacht, in der Absicht, bei einem Floristen einige Palmkatzerl für Mütterchen zu erstehen. Vorgekommen bin ich mir wie ein erfolgloser Fischer, der in der Fischhandlung einen Karpfen kauft, weil er nicht zugeben will, dass er nix gefangen hat. Das Gefühl hätte ich mir aber ersparen können, denn mir war zwar kalt und ich hatte einen gewaltigen Frust, aber so bescheuert, dass ich 6.50 für drei ca. 60 cm lange Palmkatzerlzweige hinlege, war ich dann doch nicht. Wer aber nicht blechen will, muss marschieren – also geh ich morgen mal in die andere Richtung – vielleicht wird es ja doch noch etwas mit Palmkatzerl für den Osterstrauß.

Schneeglöckchen und Klettermaxe

Notiert am Dienstag, 2. März 2010 @ 20:52

Fühlingsahnen

Schneeglöckchen und Frühlingsknotenblumen

Wirklich schön war es nicht, als wir heute Morgen in der Steiermark eingetroffen sind und daran hat sich auch tagsüber nicht viel geändert. Dass die Zeichen auf Frühling stehen, war aber bereits gut erkennbar. In Mütterchens Garten blühen an allen Ecken und Enden die Schneeglöckerl und Frühlingsknotenblumen. Auch die roten Christrosen sind bereits am Aufblühen, aber da die Sonne fehlte, wirkten die auf dem Foto ein bisserl duster, weshalb ich sie ins Archiv verbannt habe.

Der Max ist natürlich gleich wieder auf den Dachboden entschwunden und es hat nicht lange gedauert, bis zuerst ein Rumpeln und dann ein kurzes, klägliches Piepsen zu vernehmen war – das arme Mäuschen – aber bei Mütterchen hat er wieder mal einen Löffel Schlagobers gut. Mütterchen ist nämlich äußert zufrieden mit dem Max, denn den ganzen Winter über hat es diesmal keine Maus in den Wohnbereich geschafft. Max the Hero – oder so :-)

Allerdings hat er es heute auch geschafft, mir das Blut in den Adern frieren zu lassen. Als wir vom Einkaufen nach Hause kamen, traute ich meinen Augen nicht – ganz oben auf dem Dach saß er, der Max und miaute uns ein fröhliches “hallo, ihr da unten” zu. Taschen fallen lassen und um die hohe Leiter rennnen, war eins. Allerdings hatte ich die Rechnung ohne den Max gemacht. Als ich die Leiter mühsam herangeschleppt hatte,  unter Fluchen ausgefahren, an die Dachrinne gestellt und hinaufgeklettert war, grinste mich der Saukerl von unten an und maunzte schadenfroh: Na, du Dummerle, was machst du denn da oben?

Er hatte ja Recht, was machte ich dort oben? Meine erste Katze ist doch ständig auf dem Dach herumgelaufen, von oben auf den Balkon im ersten Stock gesprungen, ist  in sieben Metern Höhe mit ihren Jungen im Maul über Pergola-Pfosten spaziert und ich hab mir gar nichts dabei gedacht. Das tun normale Katzen eben. Seit heute weiß ich, dass auch Rassekatzen ganz normale Katzen sind, wenn man sie lässt.

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