Es wird Herbst

Notiert am Donnerstag, 2. September 2010 @ 23:16

Reife Kürbisse auf dem Feld

Reife Kürbisse auf dem Feld

Ob man es nun wahrhaben will oder nicht, es wird Herbst bei uns. Die Kürbisse sind reif und werden bald geerntet werden, am Morgen hängen dicke Tautropfen in den allgegenwärtigen Spinnennetzen und die Nächte sind schon empfindlich kühl. Pullover und dicke Socken gehören seit Tagen zum abendlichen Wohlfühl-Outfit, die Schlafzimmerfenster sind nachts nur noch gekippt und nicht mehr weit offen und langsam, aber sicher, denkt man schon daran, ein kleines Feuerchen im Ofen zu entfachen. Blöd, dass der Ofen noch im Auto liegt, zusammen mit den dazugehörenden Rohren. Von wegen, das schaffen wir alleine, wie Mütterchen meinte – mir als Zentralheizungskind kann frau ja allerhand erzählen, aber bin ich Goliath?

Ein Mann muss her – und zwar schleunigst. Ich stelle ja keine großen Ansprüche, ob alt, jung, arm, reich, schiach oder fesch – egal. Stark muss er sein um die Teile aus dem Auto zu hieven und eine Flex muss er haben, um die Ofenrohre passend zu schneiden – mehr will ich ja gar nicht.

Zeit haben

Notiert am Mittwoch, 1. September 2010 @ 22:12

Nur net hudeln :-)

Nur net hudeln :-)

ist etwas, das ich wieder lernen muss. “Is da Leibhaftige hinta ihna her, wals as gor so gnädig hom?”*) fragte mich unlängst ein Kunde, der hinter mir in der elendslangen Schlange an einer Supermarkt-Kasse stand. Er muss wohl gemerkt haben, dass ich innerlich gezappelt und mich maßlos über die Kassierin geärgert habe, die in aller Ruhe mit beinahe jedem der Kunden ein kleines Schwätzchen hielt, ganz so, als ob der Laden leer und eh nichts Anderes zu tun wäre.

Unvorstellbar für jeden, der jemals in einer Großstadt eingekauft hat, wo man bereits beschimpft wird, wenn man nicht schnell genug seinen Einkauf aufs Band legt oder etwas Kleingeld aus dem Börsel sucht, anstatt mit einem Schein zu bezahlen und aufs Wechselgeld zu warten. Hier in der Gegend gehört das Schlangestehen und Warten, bis man in aller Gelassenheit alles erledigt hat, einfach dazu. Und man erwartet auch von der Frau an der Kasse ein paar persönliche Worte, während man seelenruhig Schein für Schein und Münze für Münze auf den Cent genau aus der Geldtasche zählt. In der Ruhe liegt die Kraft, sagt man – ich arbeite daran, auch wenn es mir noch schwer fällt.

*) Ist der Teufel hinter ihnen her, weil sie es gar so eilig haben.

Fauler Sack

Notiert am Dienstag, 31. August 2010 @ 23:04

Hier schläft's sich fein

Hier schläft es sich fein

So gehts auch :-)

So gehts auch :-)

Zweieinhalb Monate hat Max seinen Kratzbaum, der im Wohnzimmer stand, ignoriert. Vor einigen Tagen habe ich das Teil nun vor die Türe gestellt um es abzubauen und wegzuräumen und siehe da – der Standort ist dem Herrn und Gebieter nun genehm. Seither ruht er sich tagsüber von seinen nächtlichen Umtrieben in luftiger Höhe vor der Tür aus und verschwindet nimmer irgendwohin auf den Dachboden. Hätte er doch gleich sagen können :-)

Die Nachbarinnen haben mir, unabhängig voneinander, erzählt, dass sich der Max richtiggehend zum Platzhirschen entwickelt hätte, Nacht für Nacht seine Runden durch die angrenzenden Gärten ziehe und rücksichtslos alle fremden Katzen vertreibe, die sich ihm in den Weg stellten. Wie ein Tiger im Urwald, hat die eine gemeint, schleiche er durch die Gegend und verteidige sein Terrain. “Aungstaubter” sagen sie zu ihm, weil er in der Nacht staubig aussehe, als ob er ins Mehlsackerl gefallen wäre. Ob das stimmt, werde ich nie erfahren, denn ich für meinen Teil verbringe die Nächte unter der Decke. Und der Max heute Nacht sicher auch. Er schläft schon tief und fest auf der Couch – draußen ist es ihm nun scheints doch schon zu kalt. Den Erwin habe ich übrigens vorhin drüben bei Mütterchen gesehen – beide friedlich beim Fernsehnschlafen :-)

Silbermedaille

Notiert am Sonntag, 29. August 2010 @ 23:34

Heuer fand bereits zum 51. Mal die Flora, der steirische Blumenschmuckwettbewerb, statt. Fast 38.000 Privatpersonen, Institutionen und Gemeinden haben daran teilgenommen und Großwilfersdorf hat in der Kategorie “Das schönste Dorf” die Silbermedaille gewonnen. Zwar zusammen mit zwei anderen Dörfern, aber immerhin.

Üppig bepflanzte Kübel an den Straßen

Üppig bepflanzte Kübel an den Straßen

Am Dorfplatz

Am Dorfplatz

Im Dorf führen neun Brücken, teils befahrbar, teils nur gangbar, über den Dorfbach. Jede dieser Brücken ist mit bunt bepflanzen Blumenkistchen bestückt, die sowohl von der Gemeinde, als auch von den direkten Anwohnern die ganze Saison über gehegt und gepflegt werden.

Teil des Dorfangers

Teil des Dorfangers

Blumenkästen an einem der Stege

Blumenkästen an einem der Stege

Blütenpracht mit Ablaufdatum, denn ab morgen soll es kalt und regnerisch werden, deshalb habe ich heute am späten Nachmittag keine Mühen gescheut, hab mein Radl gesattelt und bin die 100 Meter wie wild gestrampelt, um noch ein paar Fotos zu machen :-)

Fundstücke

Notiert am Samstag, 28. August 2010 @ 10:54

Wird als Zuckermühle missbraucht

Wird als Zuckermühle missbraucht

Elektrische Reibe

Elektrische Reibe

Vergangenes Jahr war es, dass ich am Wochenende für irgend einen Kuchen Staubzucker brauchte, der aber nicht vorhanden war. Schlau wie ich nun mal bin, griff ich nach dem Stabmixer und mühte mich redlich aus dem vorhanden Kristallzucker puderfeines Pulver zu produzieren. Es hat zwar gedauert, aber die kleine Menge, die ich brauchte, hab ich dann doch geschafft. Kaum war ich fertig mit der Verpulverung, kam Mutti mit einer alten Schachtel, die sie auf dem Dachboden ausgekramt hat, hielt sie mir unter die Nase und sagte: “Beim nächsten Mal nimmst die, damit gehts schneller”. In diesem Haushalt gibt es doch glatt noch diese uralte Kaffeemühle von Bialetti! Ich kann mich daran erinnern, dass wir die schon hatten, als ich noch zuhause wohnte – das muss Ende der Sechziger gewesen sein. Und das Ding funktioniert nach wie vor. Seither mache ich Staubzucker mit dieser alten Kaffeemühle selber und kaufe keinen mehr, weil man den, seit es Back- und Streuzucker gibt, eher selten braucht und hat man ihn vorrätig, bilden sich innerhalb kürzester Zeit harte Brocken, die man erst mühsam zerkleinern muss. …weiterlesen ->>

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