Kardinalschnitten
Notiert am Donnerstag, 17. April 2008 @ 17:24

Kardinalschnitten bekommt man in Wien in jedem Kaffeehaus und hin und wieder backe ich auch selber welche. Dieses Prachtstück hab ich aus der Konditorei mit nach Hause genommen – ist also ausnahmsweise mal nicht selber gemacht, denn ich kann mir ja nicht ein dickes, fettes Bäuchlein anfressen, nur weil ich euch ein Rezept zukommen lassen will. Zu meiner Schande muss ich nämlich gestehen, dass ich den Kardinalschnitten absolut nicht widerstehen kann und ich solange esse, bis nichts mehr davon übrig ist.
Du brauchst:
Für den Biskuit:
50 g Zucker
1 Ei
2 Dotter
40 g Mehl
Für den Eischnee:
3 Eiweiß
100 g Zucker
Zum Bestreuen:
etwas Staubzucker
Für die Oberscreme:
4 Blatt Gelatine
1/4 l Schlagobers
20 g gesiebter Staubzucker
1-2 EL Trinkschokoladenpulver
2 EL Rum
Zum Bestreuen:
etwas Streuzucker und Schokoladenpulver
Und so werden Kardinalschnitten daraus:
Zucker, Ei und Dotter schaumig schlagen, das Mehl darüber sieben, unterheben und die Masse in einem Spritzbeutel füllen. (Am besten gar keine oder eine sehr große Tülle verwenden)
Eiweiß und Zucker verrühren und zu steifem Schnee schlagen. Den Eischnee ebenfalls in einen Spritzbeutel füllen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech der Länge nach drei fingerdicke Streifen im Abstand von etwa 1/2 cm aufspritzen. Etwas größeren Abstand lassen und weitere drei fingerdicke Streifen im Abstand von 1/2 cm aufspritzen. Die Biskuitmasse in die Zwischenräume der drei Eischneestreifen spritzen. Die beiden Streifen mit Zucker bestreuen, das Blech in die untere Hälfte des auf 180° vorgeheizten Rohres schieben und etwa 20 Minuten backen. Das Backrohr während des Backens einen kleinen Spalt offen lassen.
Die ausgekühlten Schnitten mit der Oberfläche nach unten auf ein mit Zucker bestreutes Papier legen, das Backpapier mit kaltem Wasser bestreichen und vorsichtig, aber schnell abziehen.
Für die Oberscreme die Gelatine nach Vorschrift einweichen, Schlagobers mit Zucker verrühren und steif schlagen, Schokoladenpulver unterheben. Die Gelatine ausdrücken, im erwärmten Rum auflösen und unterziehen. Creme kurz kühl stellen. Sobald sie beginnt steif zu werden einen Teigstreifen mit der Schoko-Sahne dick bestreichen und den zweiten Teigstreifen aufsetzen. Die Kardinalschnitte mit Zucker und Kakao bestreuen, kalt stellen und vor dem Servieren in Stücke schneiden.
Tip: Die Oberscreme kann man natürlich variieren. Statt des Schokladenpulvers kann man zum Beispiel drei oder vier EL extra starken Mokka (eventuell auch sehr starken Löskaffee) verwenden, man könnte auch einige EL passierte frische Beeren unterziehen oder die Sahnecreme schlicht mit Limoncello oder Cointreau parfümieren und dafür die Teigstreifen mit fruchtiger Marmeade bestreichen – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt :-)
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8 Kommentare zu Kardinalschnitten


Ich versuche gerade, ein paar Gramm Körpergewicht zu verlieren. Und da kommst du mit einem leckeren Kuchenrezept – wo ich Kuchen doch kaum widerstehen kann.
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Wie gut kenne ich dieses Problem .. bis zum schlechtwerden!
Aber die Kardinalschnitte sieht wirklich gut aus.
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Danke für das Rezept. Du weißt halt, was gut ist!
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Gibt’s hier auch Sachertorte?
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Sachertorte gibt es nur beim Sacher, aber wenn du was wirklich Gutes willst, klick mal da – die Schokoladenherzerl kannst ja weg lassen, dann passt es wieder :-)
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Habe heute das Caramel gecheckt. Tatsächlich viel weniger los und alles rauchig. Vielleicht haben die ein Problem mit der Entlüftung. Das war doch noch nie so. Kardinalschnitte hab ich keine probiert, Kaffee auch nicht. Umgedreht und raus.
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Im Burgenland zu jeder Feier Standardrepertoire …. sie ist mein Verderb!
Ich finde die Aida hat unheimlich gute Kardinalschnitten und zwar mag ich da besonders die Vanillekardinal, die in der Mitte einen Klecks Preiselbeeren hat.
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@Helga: Ich habe vor, morgen mal hinzugehen – ob ich bleibe, weiß ich noch nicht.
@LillY: Vanille mit Preisel- oder Himbeeren mag ich auch am liebsten, allerdings hab ich noch keine in der Aida gegessen. Am besten schmecken mir sowieso die selber gemachten, weil ich die Oberscreme ganz altmodisch mit dem Handmixer aufschlage – das schmeckt viel besser als das mit den Sahnekapseln o.ä. aufgefluffte Obers.
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