Oh du lieber Augustin

Notiert am Freitag, 5. Juni 2009 @ 14:22

O du lieber Augustin, Augustin, Augustin,
O du lieber Augustin, alles ist hin.
Geld ist weg, Mensch (Mäd´l) ist weg,
Alles hin, Augustin.
O du lieber Augustin,
Alles ist hin.
Rock ist weg, Stock ist weg,
Augustin liegt im Dreck,
O du lieber Augustin,
Alles ist hin.
Und selbst das reiche Wien,
Hin ist’s wie Augustin;
Weint mit mir im gleichen Sinn,
Alles ist hin!

Mindestens 209 Jahre ist dieses Lied schon alt, vermutlich sogar älter und trotzdem ist es aktueller denn je. Damit meine ich nicht nur den Hinweis auf die Stadt Wien als solche, sondern auf die momentanen Zustände im Allgemeinen.

Dabei nehme ich mich selber gar nicht aus, denn zur Zeit geht bei mir wieder mal der Kaputt-Teufel um. Meine Funkuhr reagiert nimmer auf Signale und geht mal vor, mal bleibt sie hinten, vor zwei Wochen hat meine Armbanduhr das Zeitliche gesegnet, mein Laptop liegt in den letzten Zügen und seit einigen Tagen schaltet sich das Handy immer wieder aus – einfach so im Herumliegen oder grad dann, wenn ich einen Anruf entgegen nehmen will. Besondern unangenehm ist das, wenn der Wecker abgehen soll, aber es nicht tut, weil das Ding wieder einmal down ist. Diesmal war es ja nicht tragisch, weil ich eh nicht zur Arbeit musste, aber auf Dauer ist das kein Zustand.

Bisher hatte ich ja immer Glück gehabt und ein Gratishandy bei Vertragsverlängerung ergattern können, aber diesmal sieht es gar nicht gut aus, etwas G’scheites zu bekommen. Also hab ich mir erst mal beim Töchterchen ein funktionierendes “Schubladen-Handy” geborgt und werde mich in nächster Zeit mal schlau machen, was der Markt momentan an Leistbarem zu bieten hat, denn ich tendiere momentan stark dazu, mir ein vertragsfreies Teil zuzulegen. Mich wieder auf zwei Jahre an einen Anbieter zu binden und trotzdem für das Handy 60 Euro hinzulegen widerstrebt mir zur Zeit, obwohl ich mit meinem derzeitigen Tarif eh zufrieden bin. Aber wer weiß schon, was in Zeiten wie diesen alles passiert in zwei Jahren?

Mehr über den lieben Augustin, der ja eigentlich Markus Augustin geheißen haben und von 1643 bis 1685 in Wien gelebt haben soll, könnt ihr HIER nachlesen, so es euch interessiert. Das Foto entstand vor einigen Wochen am Fleischmarkt 1, wo der Liebe Augustin quasi den Eingang zu Wiens ältestem Gasthof, dem Griechenbeisl, in dem er auch seine Lieder gesungen hat, bewacht.


1 Kommentar zu Oh du lieber Augustin

  • entegut sagt:

    Eigentlich weiß man ja gar nicht, ob der Augustin überhaupt gelebt hat, oder diese Figur nur erschaffen wurde, um das damalige Leben wiederzugeben. Es gibt nämlich keinen eindeutigen wissenschaftlichen Nachweis zum Augustin.
    Solange dir nur die Dinge kaputt gehen und die nicht als Lebender zu den Pesttoten geworfen ist, ist wohl nicht “alles hin”.
    Liebe Grüße!

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